Giovanni Melchiorre Bosco (1815-1888) war ein italienischer römisch-katholischer Priester und der Gründer der Kongregation “Salesianer Don Boscos”. Seine Lehren haben weltweit Anhänger gefunden.
Das Don Bosco Haus in Ronda wurde der örtliche Ordensgemeinschaft der Salesianer geschenkt und trägt den Namen dem Heiligen Johannes Bosco als Hommage. Don Bosco selbst hat nicht in dem Haus gelebt oder sich dort aufgehalten. Er war nur einmal in seinem Leben in Spanien, 1886, als er Barcelona besuchte.
Don Bosco
Im Jahr 1841 wird Giovanni Melchiorre Bosco zum Priester geweiht, nachdem er 6 Jahre lang im Priesterseminar von Chieri studiert hatte. Dann erhält er den traditionellen italienischen Ehrentitel “Don”.
Während seiner frühen Priesterzeit besuchte Don Bosco die Turiner Gefängnisse und war zutiefst betrübt, so viele Jungen (12-18 Jahre alt) dort zu sehen. Sie befanden sich in einer verzweifelten Situation und hatten niemanden, der sie anleitete oder ihnen half, einen Beruf zu erlernen und ihre Zukunftsaussichten zu verbessern.
Don Bosco beschloss daraufhin, sich dafür einzusetzen, diese sozialen Missstände zu beseitigen. Er bot Straßenkinder, jugendliche Straftäter und andere benachteiligte Jugendliche Hilfe an.

Oratorium
Im Jahre 1847 gründet Don Bosco ein Oratorium in der Vorstadt von Valdoccoand. Hier bietet er jungen Menschen, die sonst nirgendwo hin können, eine Unterkunft. Sie erhielten Katechese und kamen zusammen, um zu beten, zu lernen und zu spielen. Don Bosco eröffnete auch Werkstätten, in denen die Jungen Fertigkeiten erlernen konnten, und er half bei der Aushandlung guter Verträge mit den Arbeitgebern. Im Laufe der Jahre wuchs die Zahl der von Don Bosco betreuten Jungen beträchtlich, bis zu einer Höchstzahl von 800.
Erziehungssystem
Don Bosco entwickelte sein eigenes Erziehungssystem, das auf den Werten Vernunft, Religion und Liebe basiert. Er war überzeugt, dass es so etwas wie ein “schlechtes Kind” nicht gibt. Statt zu bestrafen, glaubte er fest daran, dass Geduld, Verständnis und Fürsorge das Beste in einem jungen Menschen zum Vorschein bringen würden. In seinem schülerzentrierten Ansatz werden alle als gleichberechtigt behandelt. Er sah es als Aufgabe des Erziehers an, Kooperation, Vertrauen, Selbstverwirklichung und soziale Teilhabe zu fördern.
Die Salesianer

Um ihm bei seiner Arbeit zu helfen, scharte Don Bosco Menschen um sich, die dieselben Ideale verfolgten und sich aus ihrer Verbundenheit mit Gott für die jungen Menschen einsetzten. 1859 wurde eine offizielle Gesellschaft, die “Salesianer Don Boscos”, gegründet. Don Bosco benannte die Kongregation nach dem Heiligen Franz von Sales, einem Genfer Bischof aus dem 17. Jahrhundert, der für seine Güte und Sanftmut bekannt war. Don Bosco wollte, dass seine Salesianer in diesem Sinne handeln und seine Vision umsetzen. Die Zahl der Salesianer wuchs und Don Boscos Ruhm verbreitete sich in ganz Europa und darüber hinaus.
Don Bosco engagierte sich bis zu seinem Tod, und als er im Alter von 72 Jahren starb, war die von ihm inspirierte Bewegung gerade erst im Entstehen begriffen. Sie dauert bis heute an, und die Salesianer sind der drittgrößte katholische Orden der Welt. Die Salesianer betreiben heute Heime für obdachlose oder gefährdete Jugendliche, Schulen, Fach-, Berufs- und Sprachausbildungszentren für Jugendliche und Erwachsene sowie Jungenclubs und Gemeindezentren.
Im Jahre 1934 wurde Don Bosco von Papst Pius XI. zum Heiligen erklärt.



























